tertiäre Geschlechtsmerkmale

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Tertiäre Geschlechtsmerkmale bei der Straßenbenutzung

Liebe Freundin, sehr verehrter Leser,

neulich sitze ich in einem Straßencafe, genieße einen Espresso und ein leckeres Stück Kuchen und schaue mir die vorbeigehenden Leute der Einkaufsstraße an. Dabei muss mein Gehirn statistische Zählungen vorgenommen haben. Jedenfalls hatte ich plötzlich die Eingebung, dass es tertiäre Geschlechtsunterschiede gibt, die bisher keinen Eingang in die wissenschaftliche Literatur gefunden haben.
Sie werden sich fragen, was denn tertiäre Geschlechtsunterschiede sein sollen. Ganz einfach: Es gibt die Unterschiede der äußeren Geschlechtsmerkmale: die Frau hat einen großen Busen, der Mann höchstens einen gut ausgeprägten Brustmuskel mit kleinen Brustwarzen usw... Das sind die sekundären Geschlechtsmerkmale, die jeder kennt. Frauen und Männer sehen aber auch ansonsten anders aus, weil sie andere Sachen tragen: Männer Hosen und Frauen Röcke, oder vielleicht auch Hosen. Sie wissen, liebe Freundin, was ich meine. Frauen kleiden sich anders. Das gehört zu den tertiären Geschlechtsmerkmalen. Nun kommen die von mir gemeinten tertiären Geschlechtsmerkmale, die ich beobachten konnte: das sind die unterschiedlichen Verhaltensweisen.

Und diese Unterschiede im Verhalten sieht man auf der Straße - wenn man sie sehen will. Diese sind statistischer Natur. Sie gelten also nicht im Einzelfall. Im Einzelfall kann ein Mann weibliche Verhaltensweisen haben. Das ist übrigens, wie ich festgestellt habe, eher selten. Frauen legen öfter mal männliche Verhaltensweisen an den Tag. Meine bei einer Tasse Espresso gemachten statistischen Beobachtungen gelten selbstverständlich nur für solche Gesellschaften wie die, in der ich lebe. Das ist eine kulturell westlich geprägte Gesellschaft, wie Sie wissen, lieber Leser.

A. Beobachtungen
Die tertiären Geschlechtsmerkmale

a. die Laufgeschwindigkeit

Ich fange mal mit der Bewegungsgeschwindigkeit an, also der Gehschnelligkeit. Wie jeder weiß, ist der Weltrekord im Sprint und im Langstreckenlauf des Mannes schneller als der der Frau. Man sollte daher annehmen, dass Männer schneller laufen.
Aber weit gefehlt! Männer laufen langsamer. Der Alltag stellt die Ergebnisse des Leistungssports auf den Kopf. Abgesehen von Paaren, die natürlich gleichschnell laufen, sonst wären sie ja kein Paar, laufen einzeln (oder zu zweit) gehende Männer langsamer als Frauen. Männer neigen mehr zum Schlendern, haben bisweilen beide Hände in den Hosentaschen. Frauen laufen schneller. Sozusagen zielstrebiger. Manchmal wie im Stechschritt. Oder als wenn sie verfolgt werden würden. Das trifft übrigens eher auf Frauen zu und nicht auf Damen. Natürlich gibt es auch weibliche Menschen, die langsamer gehen oder schreiten. Diese Gangart würde ich dann auch mehr dem zuordnen, was ich unter einer Dame verstehe.

b. die Transportbehälter

Die zweite Auffälligkeit, die statistisch ins Auge sticht, ist der Transport. Auch diese Beobachtung gilt natürlich nicht für Paare, sondern für Einzelläufer.

Frauen transportieren bedeutend mehr. Während Männer bisweilen außer ihrem Körper und ihrer Kleidung nichts transportieren, bewegen Frauen nahezu ausnahmslos mindestens eine Handtasche durch die Gegend. Das ist die Ausnahme! In der Regel zusätzlich noch eine Tüte. Das ging, als ich das neulich beobachtete, bis zu 4 Tüten – also 1 Handtasche und 4 Tüten. Wahrscheinlich gibt es da nach oben fast keine Grenze.

Statistisch würde ich sagen, transportiert 1 Mann beim Laufen auf der Straße (also natürlich auf dem Gehweg) im Schnitt etwa 0,7 Taschen oder Tüten oder Rucksäcke, während 1 Frau mindestens 1,7 - wenn nicht sogar 2,7 Taschen, Tüten usw. - mit sich herumschleppt. Standard war 1 Handtasche und 1 Tüte.

Für Sie, liebe Freundin, wird das nichts Neues sein. Sie werden denken: ist doch klar. Ich wusste das schon immer. Sie werden auch spontan exakt sagen können, woran das liegt. Für mich als Mann, der natürlich alles besser kann als eine Frau – er kann schneller rennen und schwerer heben usw. – ist das allerdings neu. Eine frappierende Erkenntnis sozusagen.

Normalerweise registriert Mann das gar nicht, dass Frauen schneller gehen und mehr Gepäck herumtragen. Er will das auch gar nicht wissen. Warum sollte er sich für so einen Quatsch interessieren? Und Frauen wissen das sowieso, dass sie schneller sind und mehr tragen. Sie sind ja eine Frau. Frauen denken höchstens: Männer haben es gut.

B. Die Auswertung
Die Wissenschaft

Wie schon beschrieben, lieber Leser, meine statistischen Beobachtungen bei einer Tasse Espresso sind selbstverständlich etwas ungenau, aber sie sind zutreffend und halten jeder wissenschaftlich exakten Überprüfung stand. Da würden lediglich die Zahlen etwas genauer sein, aber im Prinzip würde das gleiche herauskommen. Zum Beispiel würde Laufgeschwindigkeit nicht mit dem Auge, sondern mit einer Stoppuhr gemessen werden. Ein geschulter Beobachter wie ich braucht eben einfach keine wissenschaftlichen Untersuchungen um die Wahrheit herauszufinden. Man braucht nur zu sehen, man muss nur die Augen aufmachen. Die Wahrheit liegt offen auf dem Tisch, bzw. geht sie über die Straße.

Die physikalische Betrachtung

Zum Schluss, sehr geehrter Leser, möchte ich Sie noch mit ein bisschen Naturwissenschaft belästigen. Ich weiß, von Mathematik und Physik wollen Sie am liebsten gar nichts wissen. Aber das ist ein Fehler! Betrachten Sie doch bitte die von mir beobachteten Tatsachen einmal physikalisch.

Vielleicht erinnern Sie sich an die Definition von Arbeit und Leistung, die Sie in der Schule gelernt haben. Arbeit ist Kraft mal Weg. Um eine Masse, wie zum Beispiel einen menschlichen Körper, von Punkt A nach Punkt B zu transportieren, benötigt man Kraft. Je weiter der Weg ist, umso mehr. Nehmen wir einmal an, Männer und Frauen sind statistisch gleich schwer. Um einen lebenden menschlichen Körper über eine bestimmte gleiche Strecke zu bewegen, muss der Mensch eine bestimmte Menge Arbeit erbringen. Da Frauen jedoch gleichzeitig mehr Taschen und Tüten (s.o.) mit Inhalt über diesen Weg transportieren, erbringen sie beim Laufen über den Gehweg mehr Arbeit als Männer mit nur 0,7 Taschen.

Frauen arbeiten also im Schnitt in der Öffentlichkeit mehr als Männer.
Das wussten Sie selbstverständlich schon immer, liebe Freundin, stimmts? Aber nun können Sie das auch physikalisch begründen und der Mann, dem sie das sagen, muss es glauben.

Zweitens: Leistung ist Arbeit pro Zeit. Wer die gleiche Arbeit schneller erledigt, leistet mehr. Und da Frauen schneller über die Straße laufen als Männer, leisten sie noch mehr.
Der Unterschied zwischen Mann und Frau wird also noch größer, wenn man nicht nur die Arbeit betrachtet, sondern zusätzlich die Leistung.

C. Zusammenfassung
Der geschlechtstypische Zweck der Straßenbenutzung

Die bisher analysierten tertiären Geschlechtsunterschiede zwischen Mann und Frau in der westlichen Gesellschaft kann man, denke ich, so zusammenfassen:

Wenn ein Mann sich in die Öffentlichkeit begibt, also eine Straße bzw. den Gehweg zum Laufen oder zum Sitzen im Straßencafe benutzt, tut er das in der Regel nicht, um zu arbeiten oder etwas zu leisten, sondern um sich zu entspannen, um sich Frauen anzusehen, besonders ihre sekundären Geschlechtsmerkmale – so weit möglich – zu betrachten, sie zu vergleichen und genüsslich zu bewundern. Oder auch, um einfach zu schauen und eine statistische Untersuchung durchzuführen, wie ich. Ich habe selbstverständlich die mehr oder weniger erotischen weiblichen Reize gar nicht beachtet und kann daher auch darüber gar nichts schreiben ;-) .

Wenn hingegen eine Frau öffentliches Straßenland nutzt, tut sie das aus einem ganz anderen Zweck: sie arbeitet dort. Die Straße ist sozusagen ihr Arbeitsplatz.

Die Arbeit besteht hier allerdings nicht in der Erbringung sexueller Dienstleistungen. Eine Dienstleistung ist ja auch keine Arbeit. Die Arbeit, die hier geleistet wird, ist - genauer gesagt - eine Transportarbeit. Die Frau benutzt das öffentliche Straßenland für Transportarbeiten. Und das möglichst in kürzerer Zeit als der Durchschnittsmann. Sie nutzt das Straßenland nicht nur zum Arbeiten, sondern darüber hinaus zur Leistungserbringung.

D. Schlussvermutung

Zum Schluss äußere ich eine Vermutung, die ich mich nicht zu verifizieren getraut habe. Verifikation ist der letzte Akt einer wissenschaftlichen Untersuchung, bei der die Vermutung oder die Hypothese des Wissenschaftlers anhand der Realität überprüft wird.

Meine Hypothese ist: die Durchschnittsfrau, die das öffentliche Straßenland für Transportarbeiten und zur Leistungserbringung – zusammen zur Akkordarbeit -  benutzt, tut das nicht einmal für Geld. Sie lässt sich dafür nicht einmal bezahlen. Davon bin ich überzeugt, habe es aber unterlassen, die an mir vorbeilaufenden weiblichen Menschen zu fragen, ob diese Vermutung wahr ist. So kann sie nicht als wissenschaftlich erwiesen gelten.

Ich hoffe, liebe Freundin, dass ich Sie nicht allzu sehr gelangweilt habe mit diesen Erkenntnissen, die Ihnen als Frau längst bekannt sind.

Ich hoffe, verehrter Leser, sie nutzen die Straße nicht oder nicht nur zum Arbeiten, sondern gönnen sich auch das Vergnügen, sich in ein Straßencafe zu setzen und die vorbeilaufenden Menschen zu beobachten. Vielleicht erkennen Sie dabei ganz andere tertiäre Geschlechtsmerkmale für unsere westliche Gesellschaft als ich?

Bleiben Sie wachsam und genießen Sie das Leben

Ihr

Rudi Zimmerman, Gesellschaftsanalytiker und Wissenschaftler lebender Systeme

Berlin, den 8.5.2015

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