Entzivilisierung (H.E. Richter)

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Die Entzivilisierung der westlichen Gesellschaft

Horst Eberhard Richter (1923-2011)

Horst Eberhard Richter kritisiert in seinem Buch1 die Tendenz der westlichen Gesellschaft, Wissenschaft und Technik immer perfekter zum Töten von Menschen zu nutzen. Er diagnostiziert eine Korruption des Gewissens, um die Entzivilisierung der Gesellschaft zu erklären. Die heimliche Entzivilisierung schreite fort, wie er formuliert (Seite. 7).

Geld und Erfolg

Die Leugnung der Mitverantwortung für den Gebrauch ihrer Produkte zum perfekten Töten und Verstümmeln von Menschen sei eine Form des Wahnsinns, an dem viele Wissenschaftler leiden. Den Wissenschaftlern gehe es vor allem um Ehre, Ansehen und Geld. Die Unmoral des Handelns zeige sich auch in der Medizin. Als Beispiel führt Richter an, dass ein schädliches Medikament vertrieben werde. Der Arzt, der darüber die Wahrheit sagte, habe daraufhin eine Schadensersatzklage bekommen, da die Firmeneinnahmen zurückgingen. (76). Mittels Geld werden moralische Hemmungen ausgeschaltet (80). "Das Über-Ich stört nicht mehr von innen. Es kommt von außen und heißt Erfolg." (81). Es bestehe eine "unheilige Allianz zwischen Geist und Geld" (81) Dieser amoralische Charakter ist typisch für die westliche Gesellschaft.

Der Unterschied von Mann und Frau

Nun geht Richter auf den Geschlechterunterschied ein und kritisiert Freud, der die Bedeutung des Weiblichen unterbewertet habe. "Die Frau sei die infantilere, der Mann der erwachsenere." (189). "Im Zeitalter des egozentrischen Machtwillens ist der Drang des männlichen Ich gewachsen, seine Energie für die Konkurrenz im Kampf um Herrschaft für sich zu reservieren. Die Frau symbolisiert den Energieabzug für Liebe, Familie, Gemeinschaft, für Hingabe, Aufopferung, Mitgefühl." (190f). Der Mann nutze seine Fähigkeiten, um andere zu unterwerfen. Das zeige sich im Umgang mit dem Terrorismus und der Erniedrigung der armen Welt. "Je höher die Prestigetürme des Kapitalismus emporragen, umso brutaler erniedrigen sie die Heere der Armen überall in der Welt." (202). Es handle sich um einen Stärkekult. Diesem unterwerfe sich die Masse der Bevölkerung. "Das Gehorchen inmitten eines massenpsychologischen Szenarios vermag ohne innere Konfliktarbeit vonstatten zu gehen. Der Führer substituiert das Gewissen. Das Gehorchen befreit von drückenden Zweifeln und Skrupeln ..." durch Gefügigkeit erlange das Individuum Sicherheit. (232). Der Mensch versklave sich selbst. Dies sei ein "unheimlicher Hörigkeitsdrang" (244), eine "Autoritätssüchtigkeit", eine "sklavenhafte Willfährigkeit", eine "kollektive Selbstentmündigung" (248). Das Individuum werde zum "Gehorsamsautomaten" (249). Davon sollten sich vor allem die Frauen befreien. Es sei an der Zeit, dass die Frauen "die eigene Energie nicht länger in der demütigen Aufopferung für männliche Machtziele ... vergeuden." (257)

Der Beherrschungswahn des Mannes als Abwehrmechanismus

H.E. Richter analysiert zwar einen männlichen Beherrschungswahn und er sieht hinter diesem Herrschaftsdrang - ähnlich wie Alfred Adler – einen Abwehrmechanismus. Deshalb spricht er von der Krise der Männlichkeit. Der Mann habe Angst vor dem Verlust seiner Machtposition und verstärke daher die Unterwerfung der Schwachen. International werde die Erniedrigung armer Länder verstärkt und national die Ausbeutung der Masse, die sich quasi freiwillig selbst unterwerfe, sowie die Entwertung der Frau. Eine Rettung aus dieser Situation könne vor allem durch die Frau erfolgen, die ihre Energie nicht mehr der Aufopferung für Liebe, Familie, Gemeinschaft, Hingabe und Mitgefühl vergeuden solle, sondern sich aus dieser Rolle befreien solle.

Die erforderliche Strukturänderung der Gesellschaft

H.E. Richter unterlässt es allerdings, die Alternative zu benennen, zu welchem Zweck oder für welches Ziel die Frau ihre Energie einsetzen solle. Man kann zwar erahnen, dass sie den Mann aus dessen Machtposition verdrängen solle. Die Alternative kann jedoch nicht darin bestehen, dass die Frau bei der Unterwerfung der Masse an die Stelle des Mannes tritt. Vielmehr sollte die Struktur der Gesellschaft verändert werden und an die Stelle der Unterwerfung von Schwachen eine Gesellschaftsstruktur errichtet werden, in der es gerade nicht ein Oben und Unten gibt, sondern eine Kooperation. Dazu sollte die finanzielle Bewertung von Arbeit, also von Tätigkeit für die Gesellschaft, geändert werden.

Nicht Organisationstätigkeit, Spekulationstätigkeit und Geldschöpfung sollte belohnt werden, sondern tatsächliche Wertschöpfung durch geistige und körperliche Arbeit, Kreativität und Umsetzung von Ideen in technische Lösungen. Die Produkte sollten Ziel dieser Wertschöpfung sein und müssen der Allgemeinheit zugute kommen und nicht der finanzielle Reichtum, den Firmen und ihre Bosse in Steueroasen horten.

Der tatsächliche Rückschritt in der Gegenwart

Eine Entwicklung der Gesellschaft in diese Richtung wird derzeit allerdings von den Herrschenden boykottiert. Sie bewirken und organisieren Massenströme von unaufgeklärten gottgläubigen Männern in die reichen westlichen Länder, die die erreichten Frauenrechte rückgängig machen. Die beispielsweise im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland in Artikel 2 verankerte freie Entfaltungsmöglichkeit der Frau wird von diesen Zuwanderern aus religiösen Gründen nicht akzeptiert. Sie unterstützen die Herrschenden damit bei der Aufrechterhaltung und Wiederherstellung der Unterdrückung der Frau durch den Mann. Mühsam erkämpfte Frauenrechte werden mit Hilfe dieser Zuwanderergruppen wieder abgeschafft und die Herrschaft des Mannes über die Frau gestärkt.

Ich hoffe, dass wir dies nicht mehr erleben, liebe Freundin. So lange Sie sich noch frei in der Öffentlichkeit bewegen können, sollten Sie das noch ausnutzen und ab und zu entspannt ein Tässchen Kaffee in der Öffentlichkeit trinken.

Ihr Rudi Zimmerman, Gesellschaftsanalytiker, Wissenschaftler lebender Systeme

1  Richter, Horst-Eberhard: Die Krise der Männlichkeit in der unerwachsenen Gesellschaft. Psychosozial-Verlag. Gießen. 2006.
ISBN 978-3898806-570-2

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